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Alkoholfreies Weizen kommt auf den Markt
Westallgäuer Zeitung
„Alkoholfreies Weizen kommt auf den Markt“

Post-Brauerei Firmenchef Herbert Zinth verrät geplante Neuerung bei Besuch der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause in Weiler — Vom Einwegpfand profitiert

VON BENJAMIN SCHWÄRZLER

Weiler Demnächst bringt die Post-Brauerei Weiler ein neues Produkt auf dem Markt: ein alkoholfreies Weizen. Es soll im Mai in den Handel kommen. Eineinhalb Jahre lang habe man an einem Rezept dafiir getüftelt. Das verriet Brauereichef Herbert Zinth gestern Vormittag am Rande eines politischen Firmenbesuches. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Margarete Bause, ließ sich gemeinsam mit den beiden Oberallgäuer Landtagsabgeordneten Adi Sprinkart und Thomas Gehring sowie Alfons Hener, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes Lindau aus Niederstaufen, von Zinth durch die Brauerei führen, die sich seit 1907 in Familienbesitz befindet.

„Als mittelständischer Unternehmen habe ich den Grünen einiges zu verdanken“, machte Zinth eingangs deutlich - und meinte damit das Einwegpfand, das 2003 unter dem damaligen Grünen—Umweltminister Jürgen Trittin in Deutschland eingeführt worden ist. Seine Brauerei, die ausschließlich Glasflaschen verwendet, profitiere davon, meinte Zinth und verwies auf das benachbarte Österreich, wo es keine solche Pfandregelung gebe. „Da finden Sie Erfrischungsgetränke in der Glasflasche gar nicht mehr“, so Zinth. Zwar gibt er zu, dass Plastik leichter und widerstandsfähiger als Glas seien, aber der Inhalt leide sehr unter dem Kunststoff. „Kohlensäure und Frische gehen schneller verloren.“ Auch in Plastikflaschen abzufüllen, kommt für Zinth nicht in Frage, erklärte er auch Nachfrage der Politiker. „Das wäre aufgrund unserer Größe wirtschaftlich nicht darstellbar.“

Die Post-Brauerei setzt mit ihren 30 verschiedenen Getränkesorten rund fünf Millionen Euro pro Jahr um. Ausgestoßen werden rund 20000 Hektoliter Bier und 45 O00 Hektoliter alkoholfreie Getränke, hergestellt auf Basis der Siebers—Quelle, dem laut Zinth ältesten Mineralbrunnen des Allgäus. Etwa die Hälfte der hergestellten Getränke gehen an die Gastronomie. Wenngleich sich der Bierkonsum auch in Bayern in den letzten 15 Jahren fast halbiert habe, so verzeichne die 34 Mitarbeiter zählende Brauerei, die Wert auf Regionalität legt und fast alle ihre Rohstoffe aus Oberschwaben bezieht, „gegen den Trend einen kleinen Zuwachs“, informierte Zinth seinen Besuch.

Doppel-Märzen der Postbrauerei wieder verfügbar

Westallgäuer Zeitung, 1.3.2013

Doppel-Märzen der Postbrauerei wieder verfügbar

Weiler So einen Ansturm auf ein neues Produkt hat die Postbrauerei in Weiler selten erlebt. Binnen weniger Tage war der Doppel-Märzen, den das Unternehmen unlängst auf den Markt gebracht hat, vergriffen. „Wir wurden regelrecht überrannt“, freut sich Brauereichef Herbert Zinth. Deshalb hat das Traditionsunternehmen kurzerhand einen neuen Sud gebraut. Schließlich sollte das Doppelmärzen auch in der Starkbierzeit erhältlich sein. 60 Hektoliter wurden zusätzlich gebraut, die jetzt in den Handel gelangen.

Die Bezeichnung Doppel-Märzen geht auf die einst gepflegte Kunst des Bockbierbrauens in der Postbrauerei zurück. Nach 50 Jahren Abstinenz wurde dort im vergangen Jahr das Etikettenmotiv wiederentdeckt und die sorgsam gehütete Rezeptur von anno dazumal aus dem Tresor geholt. Ausgewählte Gerstenmalze aus integriertem und kontrolliertem Anbau sowie ein gärfreudiger Hefestamm aus der eigenen Reinzucht verleihen dem Doppel-Märzen eine kräftige Geschmacksnote sowie eine halbdunkle Bernsteinfarbe. Mit einer Stammwürze von 16,5 Prozent bei 6,9 Prozent Alkohol ist es ein vergleichsweise zahmer Bock seiner Gattung. (wa, pem)

Das alte Rezept aus dem Tresor geholt
Westallgäuer Zeitung, 22.12.2012
Das alte Rezept aus dem Tresor geholt

Post-Brauerei Weiler bringt nach 50 Jahren das Doppel-Märzen wieder auf den Markt

Weiler „Mich freut’s von Herzen, Weiler hat jetzt auch sein Doppel-Märzen“, reimt Bruder Jakob zu Beginn seiner Rede, die er im Sudhaus der Post—Brauerei Weiler hält. Der Grund: In ihren Kesseln wird wieder das Doppel-Märzen gebraut. Zu einer ersten Kostprobe war neben Alexander Hagspiel, der dem neuen Bier als Bruder Jakob Pate steht, eine Delegation der Veranstalter der Ellhofener „Starkbierprobe“ eingeladen.
Geschäftsführer Herbert Zinth beschreibt sein neuestes Produkt liebevoll: „Unser Doppelmärzen hat 16,5 Prozent Stammwürze, darin fühlt sich die Hefe wohl. Durch den anregenden Nachtrunk trinkt man auch gerne noch eine zweite Halbe.“ Die halbdunkle Bernstein-Farbe des „gezügelten Bockbieres“ mag etwas ungewohnt erscheinen, tue dem Geschmack jedoch keinen Abbruch. Neu ist das Doppel—Märzen nur für heutige Generationen. Denn bis 1963 gehört es selbstverständlich zur Produktpalette der Weilerer Brauerei. Doch damals musste der Tatsache Rechnung getragen werden, dass „die Nachfrage eingeschlafen ist“, wie es Zinth formuliert. „Wir müssen eine Mindestproduktionsmenge erreichen, um die Qualität aufrecht zu erhalten. Das war damals nicht mehr gegeben“, erklärt er.

Renaissance des Starkbiers
Zinth beobachtet mittlerweile ein Wiederaufleben der Starkbierfeste, was den Markt für Märzen und Bockbiere öffnet. So auch bei der Starkbierprobe in Ellhofen, die 2013 zum fünften Mal gefeiert wird. Die letzten Jahre mussten Münchner Biere serviert werden, jetzt kann endlich ein Getränk aus der Region gezapft werden. Die Vertreter der fünf ausrichtenden Vereine zeigten sich auch durch die Bank begeistert.

„Es ist mir immer vorgeschwebt, das Doppel-Märzen wieder brauen zu lassen. Ich habe nur auf den richtigen Anlass gewartet“, erzählt der Geschäftsführer. Auch Nostalgie spielt laut Zinth heutzutage eine große Rolle, deshalb erscheint die Flasche mit dem Original—Etikett im Handel, lediglich mit kleinen modischen Änderungen. Auch gebraut wird es nach alter Rezeptur. Laut Bruder Jakob wurde diese „aus dem Tresor geholt“, wo sie nur auf den Moment wartete, wieder entdeckt zu werden. „Gott sei Dank wurde, was so gut schmeckt, nach 50 Jahren wieder entdeckt“, freut er sich weiterhin in Reimform.

Das Doppel-Märzen ist die zehnte Biersorte der Post-Brauerei Weiler. Gebraut wurde ein Sud, das entspricht in etwa 800 Kästen. Was den Verkauf angeht, ist Zinth guter Dinge: „Heutzutage ist unser Vertriebsgebiet viel größer. Es reicht von den Alpen bis zum Bodensee. Deshalb sind wir zuversichtlich‚ dass wir unser Doppel-Märzen unter die Leute bekommen.“ (kek)

Märzen- und Bockbier
Alkoholgehalt 6,5 Volumenprozent Alkohol sind im normalen Bockbier, der Doppelbock hat zwischen 5 und 12 Prozent. Das normale Märzen liegt zwischen 5,5 und 6 Prozent, das Doppel-Märzen der Post-Brauerei bei 6,9.

Stammwürze beschreibt den Anteil an Malz und Hopfen‚ der vor der Gärung im Wasser gelöst wird. Durch die Gärung mittels Hefe „machen“ diese Stoffe das Bier. (Beim Bock liegt der Gehalt der Stammwürte bei mindestens 16 Prozent, beim Doppelbock bei mindestens 18. Das Märzen weist einen Gehalt von 13 Prozent auf, das Doppelmärzen etwa 16. (kels)

Ein vollmundiger Gerstensaft
Westallgäuer Zeitung, 01.09.2012
Ein vollmundiger Gerstensaft

Brauwesen 320 Hektoliter Wiesen-Märzen von der Postbrauerei — Höherer Bierabsatz

Weiler Das Bier ist besonders vollmundig, etwas kräftiger in der Stammwürze und dunkler in der Farbe — Die Postbrauerei in Weiler hat wieder ihr Wiesen-Märzen auf den Markt gebracht. „Damit kann jeder sein persönliches kleines Oktoberfest feiern“, so Herbert Zinth. Das Wiesen-Märzen ist mit dem ersten Westallgäuer Oktoberfest vor elf Jahren auf den Markt gekommen. Auch wenn es dafür gebraut worden ist — Oktoberfestbier darf sich der Gerstensaft nicht nennen. Den Namen haben die Münchner Wirte geschützt. Mit dem Begriff „Postbier Wiesen-Märzen“ gibt es dagegen keine Probleme. Den Namen hat sich das Weilerer Unternehmen eintragen lassen.

Rund 320 Hektoliter der Bier-Spezialität wurden heuer gebraut. Sie kommen in der Flasche in den Handel und im Fass in die Gastronomie. Beim Oktoberfest selber läuft es per gekühlter Standleitung quasi aus dem Brauerei—Keller ins benachbarte Zelt. Auf den Markt kommt das Märzen heuer etwas früher. Die Postbrauerei reagiert damit auch auf das Verhalten der Münchner Brauereien. Die beginnen mit der Vermarktung ihrer Oktoberfestbiere bereits Anfang August. Anders als das Gros der Brauereien hat die Postbrauerei beim Bierausstoß in den vergangenen Jahren stetig zugelegt. Auch heuer rechnet Herbert Zinth trotz des eher brauereifeindlichen Wetters und der Absage vieler auch größerer Feste mit einem „leichten Plus“. „Die Beliebtheit“, sagt Herbert Zinth über die Biere seines Unternehmens, „hat zugenommen.“ Früher war der Bierabsatz auf die nähere Umgebung von Weiler beschränkt, mittlerweile erstreckt es sich von den „Alpen bis zum Bodensee.“

Zwei Dinge machen sich dabei wesentlich bezahlt. Zum einen spürt das Unternehmen den Trend hin zu regionalen Produkten. Zum anderen zahlt sich die Investition des Unternehmens in die moderne Technik aus. Die sei neben den richtigen Rohstoffen und handwerklichem Können nötig, um das Postbier in gleichbleibend hoher Qualität brauen zu können, schildert Zinth. Zuletzt hatte das Unternehmen zwei neue Lagertanks angeschafft, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. (Zinth). (pem)

„Die Menschen wollen wissen, wo das Bier her kommt, wer dahintersteckt und es muss natürlich schmecken“.
Herbert Zinth über die Erfolgsfaktoren eines Bieres.

Post Brauerei baut Angebot aus
Westallgäue Plus

Post Brauerei baut Angebot aus
Das Brauwasser fließt seit zwei Jahren aus der eigenen Mineralquelle in Siebers

Weiler-Simmerberg (owi). Gemessen an den Giganten der deutschen Brauindustrie ist die Post Brauerei in Weiler eine kleine Brauerei. Für den heimischen Konsumenten gehört sie aber zum festen Bild seiner Heimat.

Einst war die Post Brauerei in Weiler mit ihrem Stammhaus Post nicht nur Brauerei, sondern auch eine Königlich Bayerische Posthalterei. Es verkehrten im Allgäu noch Postkutschen und die Brauerei war schon allein deshalb mit Land und Leuten auf diese Weise besonders verbunden. Doch auch heute ist die Brauerei mit der Region verwurzelt. Anstelle von Bierfuhrwerken und Pferdestellwägen fahren im Heimatgebiet zwischen Alpen und Bodensee nun gelbe Lastwagen, von denen zumindest noch ein aufgemalter Postillion grüßt. Die Besitzer der Brauerei haben im Laufe ihrer über 350-jährigen Tradition immer mal wieder gewechselt.

Das Jahr 1650 wurde vom Heimatforscher Ludwig Scheller als „Geburtsjahr" der Brautradition in Weiler festgelegt. Mit Gründung der Königlich Bayerischen Staatspost um 1820 tauchte 1849 erstmals die Bezeichnung „Zur Post” auf. Der Gasthof mit Brauerei war bis dahin als „Weißes Rössle” bekannt. Die „Post” in Weiler ist das Stammhaus der Post Brauerei. Vor 170 Jahren wurde hier schon PostBier gebraut, ausgeschenkt und Reisenden mit der Postkutsche Verpflegung und Unterkunft gewährt. 1904 wurde die „Post” von Jakob Huber erworben und anschließend durch den bekannten Baumeister Georg Bufler von Grund auf umgebaut, vergrößert und ihr die noch heute bestehende Fassadengestaltung gegeben.
1907 erwerb Anton Zinth Senior die Brauerei. Er verlegte den Braubetrieb 300 Meter weiter in die Käsgasse. Seither ist sie im Besitz der Familien Zinth. 1974 wurde die Bezeichnung „PostBier” als Schutzmarke in das deutsche Markenregister zu Gunsten der Post Brauerei in Weiler eingetragen. Gebraut wird immer noch in den „alten Gemäuern” - aber mit modernster Technik konsequent nach dem Bayerischen Reinheitsgebot. „Als Rohstoffe verwendet der Braumeister nur Gersten- und Weizenmalze aus kontrolliertem und integriertem Getreideanbau und achtet dabei auf höchste Qualität", so der heutige Geschäftsführer der Brauerei, Herbert Zinth. Das Brauwasser entspringt der Tiefe der Siebers—Mineralquelle. Das Aroma krönt schließlich der Hopfen aus Tettnang.

Neun verschiedene untergärige wie obergärige Biersorten werden in Weiler gebraut. Ein Bockbier nach altem Vorbild namens Doppelmärzen zur Fastenzeit sowie ein alkoholfreies Hefeweizen sollen im kommenden Jahr folgen.

Seit 1989 gehört der Mineralbrunnen in Siebers zur Post Brauerei. Die Quelle gehört zu den traditionsreichsten im Allgäu. Sie entspricht der Tiefe der Allgäuer Berge und sprudelt seit dem Jahr 1428. Die Fassung der Quelle befindet sich in einer Tiefe von 160 Metern in der sogenannten tertiären Gesteinsschicht. Bereits seit 1938 besteht eine Leitung zwischen der Quelle und der Post Brauerei. Hier erfolgt nicht nur die Abfüllung des Mineralwassers. Seit zwei Jahren nutzt die Brauerei das Wasser auch für die Bier-Produktion. Das Angebot wuchs in den vergangenen Jahren stetig und umfasst heute zahlreiche Erfrischungsgetränke bis hin zum aktuellen „Alpen-Zischer”.

Kommt ein Tank zur Brauerei geflogen
Westallgäuer Zeitung,18.7.2012
Kommt ein Tank zur Brauerei geflogen

Weiler-Simmerberg Zur Reifung ihrer Biere hat die Post Brauerei in Weiler zwei neue zylindrokonische Lagertanks angeschafft. Die Tanks haben je ein Fassungsvermögen von 240 Hektoliter und wurden mit einem Kran eingebracht. Fünf Wochen muss das untergärige Postbier bei Null Grad in Ruhe reifen bis es filtriert und abgefüllt werden kann. Die Anschaffung wurde notwendig, weil der Bierausstoß der Brauerei in den vergangenen Jahren gegen den Trend der deutschen Brauereien angestiegen ist und eine lange Lagerzeit Grundvoraussetzung ist, für ein wohlschmeckendes und bekömmliches Bier. (wa)

Tag des Bieres mit Freibier gefeiert
Westallgäuer Zeitung, 24.4.2012
Tag des Bieres mit Freibier gefeiert

„Wir lassen heute das bayerische Reinheitsgebot hochleben“. Herbert Zinth von der Postbrauerei Weiler hat die Bedeutung des gestrigen „Tag des Bieres“ auf den Punkt gebracht. Zur Feier des Tages brachte das historische Pferdefuhrwerk mittags Freibier zum Gasthof „Zur Post“, dem Stammhaus des Familienunternehmens im Herzen von Weiler. 30 Liter aus dem Holzfass wurden vor dem Gasthof ausgeschenkt. Am Abend lud die Brauerei zu einem Festabend mit der Hopfenkönigin: Mitarbeiter der Post Brauerei erzählten Geschichten rund ums Bier. Zusätzlich gab es ein Hopfen- und Malz-Quiz für die Gäste. Mit dem Tag des Deutschen Bieres feiern deutsche Bierbrauer seit 1994 jährlich am 23. April den Erlass des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 1516.

Training für Weilerer Wies’n
Westallgäuer Zeitung, 22.11.2011
Training für Weilerer Wies’n
250 Hektoliter vom „Post Bier Wies’n Märzen“ gebraut

Weiler Es erinnert in seiner Farbe an Bernstein, hat hohe Stammwürze und ist das Saisonbier für die Oktoberfestzeit – Gestern hat die Postbrauerei in Weiler ihr „Wies’n Märzen“ vorgestellt. Wie in den Vorjahren ist es das Bier auf dem Westallgäuer Oktoberfest, das am kommenden Donnerstag, 29.
September,beginnt. Kommen werden an den vier Tagen wohl wieder deutlich mehr als 8000 Besucher. Das „Wies’n-Training“ hat in München Tradition und wird auch in Weiler jedes Jahr gepflegt. Es dient der „Einstimmung“ auf das nahe Oktoberfest, wie Herbert Zinth, Chef der Postbrauerei in Weiler, den Sinn erklärt. Das Wies’n-Training dient aber auch dazu, das Bier zum Oktoberfest vorzustellen. Das „Post Bier Wies’n Märzen“ hat – wie es sich für ein Festbier gehört – 13,1 Prozent Stammwürze, also deutlich mehr als ein normales Exportbier. Dadurch hat es mehr Alkohol (5,5 Prozent) und schmeckt besonders vollmundig.

Mehr gebraut als früher
250 Hektoliter kommen davon auf den Markt, die Hälfte in Flaschen, die andere im Fass. Heuer wird etwas mehr als in den Vorjahren produziert. Statt zwei sind drei Sude gebraut worden. „Das Oktoberfest hat sich zur fünften Jahreszeit in Bayern entwickelt“, erklärt Herbert Zinth die wachsende Nachfrage.

Per Leitung ins Zelt
Das Märzen ist eine Saisonspezialität. Im Juli haben die Brauer mit der Arbeit an dem Märzen begonnen. Etwa eine Woche dauert die Hauptgärung, anschließend reift es vier bis fünf Wochen. Anfang, Mitte September kommt es in den Handel. Wenn das Oktoberfest Anfang Oktober endet, ist in der Regel auch die letzte Flasche des Bieres verkauft. Zum Festzelt des Westallgäuer Oktoberfestes kommt das Bier im übrigen auf einem unbewöhnlichen Weg. Von der Brauerei zum benachbarten Festplatz führt eine gekühlte Standleitung. Im Zelt wird die Maß heuer für 6,30 Euro verkauft. Das „Post Bier Wies’n Märzen“ ist mittlerweile ein geschützter Begriff. Den Namen hatten sich die Münchner Brauereien noch nicht gesichert. „Uns hat gewundert, weil ansonsten eigentlich alle Begriffe rund um die Wies’n geschützt sind“, sagt Zinth. Weil heuer das 10. Westallgäuer Oktoberfest gefeiert wird, haben die Brauerei und der gastgebende Fußballverein einen Jubiläumskrug aufgelegt. 140 Stück davon kommen auf den Markt, 100 ohne Deckel (15 Euro), 40 mit Zinndeckel (30 Euro). Verkauft werden die Steinkrüge im Festzelt, im Vereinsheim des FV Weiler und in der Brauerei. Beim Fest selber haben die Veranstalter – FV Weiler und sein Förderverein – für weitere Verbesserungen gesorgt. Unter anderem wird der Bedienungsring der Allgäuer Festwoche beim seit Wochen ausverkauften Firmenabend dafür sorgen, dass die knapp 1900 Gäste zügig bedient werden. Noch einmal erweitert worden sind zudem der Toilettenbereich und die Küche. „Qualität in jeder Hinsicht“, beschreibt Udo Heinrich, Chef der Fußballer die Philosophie der Oktoberfest-Macher. (pem)
Brauerei mit Wasser erfolgreich
Westallgäuer Zeitung, 27.5.2010
Brauerei mit Wasser erfolgreich

Ernährung: Postbrauerei in Weiler wächst mit der Sievers Quelle - Erfrischungsgetränke mit 23 Geschmacksrichtungen
VON PETER MITTERMEIER

Weiler-Simmerberg
Der Bierkonsum stagniert, Schorle- und Erfrischungsgetränke dagegen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Eine Entwicklung, die die Postbrauerei in Weiler (Landkreis Lindau) seit Jahren nutzt. Knapp 70 000 Hektoliter setzt das Unternehmen ab. Zwei Drittel davon sind mittlerweile Erfrischungsgetränke. Mit der Holderbeere hat das Westallgäuer Unternehmen gerade die 23. Geschmacksrichtung in sein Sortiment aufgenommen.

1650 gegründet
Die Postbrauerei gehört zu den traditionsreichen Familienbetrieben. 1650 gegründet, befindet sie sich seit 103 Jahren im Besitz der Familie Zinth. Gebraut wird am Stammsitz in Weiler. 300000 bis 350000 Euro investiert das Unternehmen hier jedes Jahr. Zehn Biersorten umfasst das Sortiment. Der Gerstensaft ist freilich nur ein Standbein des Unternehmens. Das zweite ist die Siebers Quelle. Sie ist seit 1428 bekannt und in rund 160 Metern Tiefe gefasst, nach Unternehmensangaben der älteste Allgäuer Mineralbrunnen. Dessen Wasser nutzt das Unternehmen für eine stetig wachsende Zahl an Erfrischungsgetränken: 23 verschiedene Geschmacksrichtungen gibt es mittlerweile. „Besonders gut kommen die Getränke mit heimischen Früchten an“, sagt Brauereichef Herbert Zinth. Die Holderblüte‚ vor einigen Jahren auf den Markt gebracht, ist eine Art Dauerbrenner. Nicht zuletzt deshalb nutzt das Unternehmen jetzt auch einen anderen Teil des heimischen Holders und hat die Holderbeere auf den Markt gebracht. Über Jahre hinweg ist der Absatz der Siebers-Quelle im zweistelligen Prozentbereich gewachsen, schildert Herbert Zinth. Nach einer Stagnation in den vergangenen zwei, drei Jahren, die das Unternehmen auf den Erfolg der PET-Flaschen zurückführt, ziehe die Nachfrage wieder deutlich an. Abgefüllt werden die Siebers-Getränke ausschließlich in Glasflaschen, für die Gastronomie gibt es außer einer Gourmetschiene ein Premix-System ähnlich dem Faßbier.

Großräumiger Vertrieb
Beim Absatz des Bieres konzentriert sich die Postbrauerei auf das Allgäu, Vorarlberg und das angrenzende Oberschwaben. Die Siebersquelle wird großräumiger vertrieben. Neuerdings sind die Getränke bei Edeka-Südwest für den württembergischen Raum gelistet: gut 350 Händler werden beliefert. Für Herberth Zinth ist der Raum Stuttgart/Ulm|Karlsruhe ein natürlicher Absatzmarkt Allgäuer Produzenten. „Die Menschen kommen am Wochenende hierher. Mit den Getränken haben sie einen Gruß aus dem Allgäu zu Hause”. Trotz des Erfolges der Siebers-Quelle, bleibt das Bier Kerngeschäft des Unternehmens. „Wir sind eine Brauerei und bleiben eine Brauerei”, formuliert Herbert Zinth den Anspruch. Sichtbar ist das bei der „Post”‚ dem Stammhaus des Unternehmens. Der Gasthof, keine 300 Meter von der heutigen Brauerei entfernt gelegen, ist in den vergangenen Monaten renoviert worden. Die Postbrauerei betreibt das Haus künftig in eigener Regie und mit eigenem Personal als Bräustüble und Hotel.

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